Ein klarer Plan, durchdachte Konzepte und verlässliche Technik sind das A und O, damit beim Brückentransport aus einer Vision Realität wird. Eric Reichmann, Prokurist bei der Firma Schares, setzt bei solchen Projekten seit vielen Jahren auf Cometto SPMT. Auch die Erneuerung einer 120 Jahre alten Eisenbahnbrücke in Herten verlief erneut erfolgreich.
Die Cometto-Flotte bei Schares wurde seit 2021 unter der Federführung von Eric Reichmann aufgebaut. „Schon damals hatte er den klaren Willen, künftig mit unseren Selbstfahrern Brücken zu transportieren und einzuheben“, erklärt Joachim Kolb, Sales Manager bei Cometto. „Diese Vision wurde schnell Wirklichkeit: Stand heute hat Schares mit unserer SPMT-Technologie bereits über 40 Brücken erfolgreich an ihren Bestimmungsort gebracht.“ Eines der jüngsten Projekte ist die Erneuerung der zweigleisigen Eisenbahnbrücke in Herten, Nordrhein-Westfalen – ein zentrales Bindeglied der Ost-West-Verbindung im Ruhrgebiet.
Cometto SPMT als zentrale Helfer
Um die Sperrpause so kurz wie möglich zu halten, ließ der Brückenhersteller Eiffage Infra-West GmbH die neuen Bauwerke in unmittelbarer Nähe des Einbauorts vorproduzieren. Zu bewegen waren mehrere Fertigteile und Brückensegmente, darunter zwei Hauptelemente mit einem Gewicht von jeweils 1.000 Tonnen. „Um das Gesamtprojekt zu realisieren“, so Jan van der Linde, Bereichsleiter bei Schares, „haben wir das Fahr- und Hubequipment mit 22 LKW-Touren zur Baustelle transportiert.“ Vor Ort wurden als Selbstfahrer zwei 6-Achs-Kombinationen als 4-file für die Winkelstützwände sowie eine 14-Achs-Kombination in 6-file Konfiguration für die Brücke selbst zusammengebaut. Insgesamt kamen demnach 66 Achsen und vier Power Pack Units zum Einsatz. Aufgrund der beengten Einfahrt zwischen den Brückenauflager war es bei der großen Kombination nicht möglich, die Power Packs stirnseitig anzubauen. „Als praktikable Lösung haben wir diese auf der Ladefläche der Cometto SPMT positioniert“, erläutert Jan van der Linde. Parallel zum SPMT-Einsatz arbeiteten zwei Liebherr-Großkrane auf der Baustelle.
Millimetergenaues Positionieren von 1.000 Tonnen
Kurz vor Erreichen der Endposition überwachte ein Vermesser das Einfahren und gab präzise Anweisungen für den finalen Absetzpunkt. „Wenn die Brücke einmal sitzt, dann ist das für immer“, sagt Jan van der Linde. „Dank der Möglichkeit, die Motorleistung der Cometto Power Packs über das Potentiometer fein zu regulieren, sind jedoch selbst bei solchen Lasten hochpräzise Fahrmanöver im Millimeterbereich problemlos möglich.“ Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten wurde auch dieses Projekt erfolgreich und auch vor dem Zeitplan abgeschlossen. Damit stand der pünktlichen Wiederaufnahme des Schienenverkehrs nichts im Wege.
Auf geht’s – zur nächsten Aufgabe!
Veröffentlichung: 01/2026